Brownie, der Zutrauliche

Brownie kam im Winter 2020 zu uns, nachdem sich zwei Damen seiner angenommen hatten, da ihm niemand einen Platz geben wollte. Chabo Zwerghühner sind japanische Zierhühner und somit nicht für kommerzielle Zwecke geeignet. Sie gelten als sehr zutraulich und pflegeleicht. Die beiden Damen haben uns dann um einen Platz angefragt, den wir Brownie natürlich sehr gerne gegeben haben. Nun wohnt er mit Juli und jeweils 2-4 von den ausgeschlossenen Legehennen im Meersäuligehege und fühlt sich dort sehr wohl.

Lebenshof Wendy Welt Güggel Brownie
 
Lebenshof Wendy Welt Huhn Toko

Toko, die Nachbarin

Toko kommt aus einer kleinen Hühnergruppe direkt aus der Nachbarschaft, wurde dort allerdings von den anderen immer wieder «verpickt» und durfte darum zu uns übersiedeln. Unsere Annahme war, dass Toko rangniedrig ist und deshalb von den anderen ausgeschlossen wurde. Also kam sie zu unserem Güggel Glossi in die kleine «Gemobbten-Gruppe». Sehr schnell war jedoch ersichtlich, dass sie dort den netten Hühnerdamen das Leben mit ihrer doch eher rebellischen und frechen Art schwer machte.

Also zügelten wir sie in eine kleine Gruppe mit viel Platz und drei Junghähnen, die für Ruhe sorgen, wenn sich die Damen mal wieder anzicken.

Hier fühlt sich Toko nun wohl und wird langsam zur kleinen Schönheit mit wieder glänzenden Federn.

 

Silvie, die Bio-Dame

Silvie kommt aus einem Biofreilandstall und hatte sich dort das Bein gebrochen. Da auch in diesen Ställen ca. 2000 Legehennen leben und somit aus Kostengründen nur Stichkontrollen möglich sind, blieb der Bruch unbemerkt, so dass das Bein schief zusammenwuchs. Silvie lässt sich jedoch von ihrer Einschränkung nicht unterkriegen. Munter stelzt sie über den Hof und wenn es dann doch mal schnell gehen muss, weil etwas Leckeres auf dem Miststock lockt, dann kann sie auch den Renn-Hüpf-Gang einlegen.

Sie ist ein echter Freigeist, der uns Tag für Tag mit seiner kompromisslosen Haltung ein Lächeln entlockt.

Lebenshof Wendy Welt Huhn Silvie
 
Lebenshof Wendy Welt Minorka Hennen

Stracciatella & Nera, die Minorka Hennen

Die beiden Hühnerdamen kommen aus einer Beschlagnahmung und gehören zu einer seltenen Rasse, die in Deutschland sogar als «gefährdete Haustierrasse» klassifiziert wurde. Minorkahühner gibt es in schwarz und weiss und unsere beiden Damen zeigen diese Varietät mittlerweile sehr schön. Nera ist bei ihrer dunklen Grundfarbe geblieben, wohingegen Stracciatella nach jeder Mauser weisser wird. Daher auch der Name!

Jedenfalls sind die Damen jeden Tag zusammen und repräsentieren sehr munter ihre besondere Rasse.

 

Sieda, die Prinzessin

Jeden Abend machen es sich unsere rund 50 Hühner in den beiden grossen Hängern gemütlich und freuen sich auf ihre Nachtruhe. Nur nicht Sieda! Offensichtlich hält sie es für eine Zumutung, mit dem Fussvolk nächtigen zu müssen.

Zu Beginn setzten wir sie also in eine separate Box, um ihr eine standesgemässe Bettstätte zu gewährleisten. Inzwischen hat sie sich mit Romeo angefreundet und entschieden, dass die Kaninchenvoliere der für sie beide geeignete Ruheort ist.

Ob Romeo nun ihr Prinz oder Leibeigener ist lässt sich nicht sagen; jedoch sind die beiden unzertrennlich, was uns sehr freut.

 
Lebenshof Wendy Welt Huhn Juli

Juli, die Lebensfrohe

Im Winter 2020 durfte Juli zu uns ziehen, da sie in der kleinen, privaten Hühnergruppe von den anderen Hühnern ausgeschlossen wurde. Zu Beginn war sie sehr zerzaust und verängstigt. Mittlerweile hat sie sich sehr gut eingelebt und sich zu einer schönen und lebensfrohen Dame entwickelt.

Gemeinsam mit dem jungen Brownie erkundet sie nun ihren neuen Lebensraum; das Meersäuli-Gehege.

 

Romeo, der Herzensbrecher

Im Sommer 2019 hortete Romeos Mutter, Frau Meier, 11 Eier von verschiedenen Hühnern auf unserem Hof. Eigentlich tauschen wir diese gegen Gipseier aus, um weitere Jungtiere zu verhindern. Romeos Glück war es jedoch, dass Reitlagerzeit war und diese Aufgabe dann den Kindern übertragen wird. Die hatten wiederum heimlich ein “Bibeli-Projekt” gestartet und uns erst am letzten Tag davon berichtet. So kam es, dass aus den 11 Eiern 2 Küken schlüpften - alle anderen hatten es leider nicht geschafft.

Romeo und seine Schwester Julia waren absolut herzig und es war schön, zu sehen, wie sie fürsorglich von ihrer Mutter umsorgt wurden. Dieses Glück bleibt den Legehennen und ihrem Nachwuchs in kommerziellen Stallungen leider verwehrt, da die Eier künstlich ausgebrütet und die Küken sich selbst überlassen werden.

Leider verlor Romeo 2020 über Nacht seine Schwester. Fuchs? Bussard? Übrig blieben lediglich ein paar Federn. Romeo eroberte dann das Herz von Rosa, die leider ebenfalls aufgrund von Herzproblemen verstarb. Da er aber kein Kind von Traurigkeit ist, hat er sich sogleich Sieda als neue Herzensdame auserkoren und die beiden verbringen nun jede freie Minute miteinander.

 

Oswald, der Mächtige

3 Güggel-Brüder wurden uns von Landwirtschaftsstudenten gebracht, da sie Teil einer Studie waren und danach nicht mehr gebraucht wurden. In der Studie wurde das Wachstum der konventionellen Linie (Ross 308, welche in knapp 40 Tagen auf das 50-fache ihres Geburtsgewichtes kommen) mit jener der Bio-Linie (Hubbard 747, welche sicher 63 Tage brauchen, um auf 1,85 kg Schlachtgewicht zu kommen) bei gleicher Fütterung verglichen.

Nach zwei Monaten sollten alle geschlachtet werden, jedoch setzten sich ein paar Studenten dafür ein, einen Platz für die Hähne zu finden und so landeten vier von ihnen bei uns. Der Vierte lebt mittlerweile bei unserer Freundin Fränzi und ihren Hühnerdamen in Stüsslingen.

Bereits bei Ankunft im Alter von 2 Monaten waren diese Hähne deutlich grösser und schwerer als unsere ausgewachsenen Legehennen! Wir hoffen, dass diese drei imposanten Herren trotz ungünstiger Zuchtvoraussetzungen uns noch lange und gesund erhalten bleiben.

 

Glossi, der Pirat

Glossi kam zusammen mit seinen beiden Brüdern zu uns auf den Hof. Leider haben seine Brüder, aufgrund ihrer Keckheit, nicht überlebt. Trotz Sicherungsmassnahmen schafften sie es, helikopterähnlich senkrecht über den Zaun zu flattern und wurden dann nacheinander vom Fuchs geholt. Wer es vielleicht schon bemerkt hat: Glossi hat einen Namensvetter bei den Ponys, da er genau wie dieses sehr hübsch und frech ist. Leider hat er immer wieder Augenprobleme und ein Vogelspezialist hat festgestellt, dass er an einer unheilbaren Krankheit leidet.

Mittlerweile ist er auf einem Auge blind und vom eher kampflustigen, frechen “Urzwerg” zu einem angenehmen Begleiter geworden. Daher lebt er nun mit einer älteren Zwerg-Barnevelder-Dame und einigen geretteten Legehennen, die in der grossen Gruppe ausgeschlossen wurden, zusammen.

kennst du unsere Perlhühner?

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