Doby, der Freche

Dobys Geschichte ist die, unzähliger anderer Shettys! Geboren 2013 in Holland, dem Shetty-Mekka, kommt er als herziger Jährling in die Schweiz. Von da an basiert seine Geschichte auf Vermutungen: ein oder mehrere Besitzer? Zu frech und machohaft? Sich selbst überlassen auf einer Weide? Fakt ist, Doby ist übergewichtig und hat schon länger eine unbehandelte Hufrehe. Die entmutigte Besitzerin wollte ihn jedenfalls zum Einschläfern in die Tierklinik bringen.

Vreni, eine befreundete Tierärztin, die uns bereits Jupiter vermittelt hatte, konnte die Besitzerin überreden, eine Verzichtserklärung zu unterschreiben, veranlasste die Erstbehandlung und fragte uns, ob wir ihm einen Platz bieten könnten. Entgegen aller rationalen Gründe, zum Beispiel die Übernahme der Tierarztkosten trotz knapper Finanzen, sagten wir Herz über Kopf zu und nun lebt Doby seit anfangs 2021 auf dem Hof.

Rasch hat er sich in die gewachsene Shetty-Truppe eingelebt und trainiert sich nun im spielerischen Gerangel mit den anderen Shetty-Männern seinen Übermut und sein Übergewicht ab.

Lebenshof Wendy Welt Pony Doby
 

Eros, der Selbstbewusste

Eros kam im Frühling 2016 zu uns. Sein Besitzer hatte gedroht, den selbstbewussten Junghengst in die Metzg zu bringen, da er ihm zu viel Ärger mache. Eine junge Frau rettete ihn und versuchte, ihn in ihre Pferdegruppe zu integrieren. Leider erfolglos! Unermüdlich machte er den Damen den Hof und liess nichts unversucht, um die Absperrung zu überwinden. Eigentlich wollten wir nur bei der Vermittlung helfen, da Eros noch zu jung und gesund für einen Lebenshof war.

Nach etlichen fragwürdigen Angeboten, zum Beispiel als Reitpony für Kleinkinder oder Zuchthengst ohne Papiere, wurde uns klar, dass es sehr schwierig werden würde, für unseren kleinen Macho einen guten Platz zu finden.

So entschieden wir, ihn kastrieren zu lassen und zu behalten.

Mittlerweile hat er seinen Platz in der Shetty-Gruppe gefunden und er ist ein angenehmer Begleiter für Spaziergänge geworden.

 

Villimey, die Hoffnungsträgerin

Die grosse, hübsche Stute hat erfolgreiche Eltern im Sportreiten und die Hoffnung der Züchter war somit gross, dass sie in ihre Fussstapfen tritt. Doch daraus sollte nichts werden: ein unerkannter Weideunfall in der Jungpferdeherde? Ein verschwiegenes “Missgeschick” beim Profi-Einreit-Training im fernen Ausland? Villimey ist hinten einseitig kürzer getreten und somit war trotz verschiedenster Therapien, Behandlungen und regelmässiger Pausen der Traum vom Sportpferd definitiv ausgeträumt.

Ihre Züchter fühlten sich ihr dennoch verpflichtet und boten uns im Frühling 2016 die Stute für Freizeitritte an, damit Villimey sich so ihr Futter verdienen könnte.

Dies ging auch einige Zeit sehr gut, bis das Schonen wieder begann und auch trotz Ruhepausen und Entzündungshemmern nicht mehr verschwand. Somit wurde sie im Frühling 2019 frühpensioniert und lebte von da an zufrieden in unserer Gruppe. Das Spazierengehen vermisste sie so gar nicht, aber das regelmässige Putzen und vor allem die Extrabetreuung, denn dazu fehlte uns leider oft die Zeit.

Im Frühling 2020 verstarb dann unerwartet das Pferd von Nicole, eine ehemalige Pensionärin, und ihr zweites Pferd Lucky war nun plötzlich alleine. Da wir Nicole und Martin seit vielen Jahren kennen, war klar, dass eines unserer Pferde als Gesellschafter in die Ferien zu ihnen gehen sollte. Villimey hat Nicole vom ersten Moment an verzaubert, hat ihr geholfen den Verlust zu überwinden und wieder nach vorne zu schauen. Rasch war für Nicole und Martin klar, das Villimey für immer bei ihnen bleiben soll; neues Reitpferd für Nicole hin oder her.

Villimey hat nun ebenfalls den Lotto-6er gezogen und wir sind alle ausnahmslos glücklich über diese Patenschafts-Lösung mit Nicole und Martin.

Lebenshof Wendy Welt Pferd Villimey
 

Glossi, der Blitz

Als Glossi aus finanziellen Gründen verkauft werden sollte, hiess er noch Fernando und in der Beschreibung stand, er sei ein Isländer-Mix und mindestens 1,35m gross. Die Verkäuferin hatte ihn scheinbar noch nicht lange und erklärte, er sei auf nicht mehr nachvollziehbaren Wegen aus Norddeutschland gekommen. Bei der Besichtigung stellte sich dann heraus, dass das hübsche Pony maximal 1,20m gross, irgendein Welsh-Mix und ein selbstbewusster Hengst von 8 Jahren war.

Aus Mitleid mit dem kleinen Mann, der wohl schon einige Besitzerwechsel durchgemacht hatte, haben wir ihn im Frühling 2013 dann trotzdem gekauft und in Glossi umbenannt, denn das ist der isländische Begriff für «Blitz» und genau so schnell wird er im Galopp.

Seit seiner Kastration ist Glossi umgänglicher geworden, bockt aber weiterhin für sein Leben gern. Aus Sicherheitsgründen wird er nicht mehr geritten und geniesst nun sein frühzeitiges Rentnerleben. Dank regelmässiger Spaziergänge ist er auch figurtechnisch wieder auf der sicheren Seite angelangt.

 

Beatle, der Ungeduldige

Der Mini Shetty mit der langen Mähne ist seit Ende 2019 bei uns. Unsere Tierärztin Stephie betreute den Kleinen längere Zeit wegen Hufrehe. Als die Besitzer aufgeben und den Kleinen einschläfern lassen wollten, übernahm Stephie ihn kurzerhand. Als es Beatle gesundheitlich wieder besser ging, bat Stephie uns, ihn in unsere Shetty-Gruppe zu integrieren und übernimmt seitdem als Patin sämtliche Kosten.

Beatle weiss, dass er hübsch ist und Geduld ist definitiv nicht seine Stärke. Wer das nicht glaubt, kann Beatle mal draussen anbinden und ihm dann ganz langsam sein Futter bringen! Da macht er dann seinem Namenszusatz alle Ehre!

Lebenshof Wendy Welt Pony Beatle
 

Vepja, die Eigenwillige

Die hübsche, aber eigenwillige Stute kam 2010 zu uns. Corinne war für einen ihrer Pensionäre auf der Suche nach einem Reitpferd und fand einen zum Verkauf stehenden Wallach. Bei der Besichtigung fiel ihr Vepja auf: ungeritten, sehr hektisch und übriggeblieben, denn der Besitzer musste aus gesundheitlichen Gründen seinen gesamten Bestand verkaufen.Der Besitzer rief Corinne mehrmals an und versuchte, ihr die Stute schmackhaft zu machen, was ihm schliesslich auch gelang.

Ein langer Weg des Einreitens der steh-und bockbegeisterten Stute begann und Vepja wurde ein sehr leistungswilliges Pferd, welches vielseitig eingesetzt werden konnte. Doch schon bald zeigte sie Taktunreinheiten und nach längerer Suche und verschiedenen Therapeuten stellte sich im Herbst 2016 heraus, dass sich bei Vepia Nerven im Halsbereich einklemmen können und sie deshalb mit der Hinterhand unsicher wird.

Seitdem ist Vepja frühpensioniert. Für kurze Zeit hatte sie eine Patin, welche sich rührend um sie gekümmert und sie finanziert hat. Jedoch war der Wunsch nach einem Reitpferd grösser und so musste sie Vepja wieder abgeben.

 

Leika, die Gutmütige

Leika kam im August 2016 zusammen mit ihrer kleinen Tochter und einem weiteren Pony aus dem Wallis zu uns. Sie war recht mürrisch und unzufrieden, was allerdings verständlich war, denn sie litt unter unbehandeltem Cushing und chronischer Hufrehe.

Inzwischen ist das Cushing gut eingestellt, die Hufrehe im Griff und Leika eine liebenswürdige Freundin, welche kurze Spaziergänge und exklusive Verwöhnprogramme sehr geniesst.

 
IMG_20220127_155352-min.jpg

Romey, die Tinkerlady

Romey kam im Juni 2019 zu uns. Ursprünglich suchten wir ein stabiles Reitpferd für erwachsene Ausreiter und Romey wurde von der Vorbesitzerin als etwas eigenwillige, aber chronisch unterbeschäftigte Stute verkauft. Obwohl wir Romey vor dem Kauf untersuchen liessen, lahmte sie von Anfang an ganz leicht im Trab. Sie wurde daher eine Zeit lang nicht geritten, wir berieten uns mit dem Tierarzt und gaben ihr entzündungshemmende Medikamente. Doch das leichte Lahmen war immer wieder präsent.

Zudem fühlte sich Romey auch nach einigen Monaten in der Pferdegruppe nicht wohl und freute sich abends immer auf ihre Box, welche eigentlich nur zum Integrieren gedacht war.

Glücklicherweise lernten wir Claudia und Lorenz kennen. Die beiden sind riesige Tinker-Fans und suchten nach dem Tod ihres Charlys wieder nach einem Freund für ihre Peggy.

Nach einem kurzen Spaziergang wurden alle “Nachteile” von Romey lächelnd abgewunken: Lahmt ganz wenig im Trab? Wir gehen eh nur spazieren mit unseren Pferden! Tramplig? Ihr kennt Peggy nicht! Immer etwas Mauke, die behandelt werden muss? Welcher Kaltblüter hat das nicht! Skeptisch, weil Romey wohl schon so oft in ihrem Leben zügeln musste? Wir haben alle Zeit der Welt!

Im Juni 2020 zog Romey dann zu ihren neuen Paten Claudia und Lorenz und zu ihrer mittlerweile besten Freundin Peggy. Was für ein Happyend!

 

Jupiter, der Elsässer

Unser Jupiter hat viele Jahre im Elsass gelebt. Ursprünglich als Reitpony für die Kinder der Familie gekauft, verloren diese nach einiger Zeit die Freude am Reiten und an Jupiter. Die Eltern waren sich der Verantwortung bewusst, welche man mit der Übernahme eines Tieres eingeht und haben daher weiterhin Jupiters Leben in einem Pensionsstall mit viel Weidegang finanziert.

Aus uns unbekannten Gründen sollte der nun in die Jahre gekommene Ponymann dann eingeschläfert werden, was Vreni, die beauftragte Tierärztin, jedoch verhindern konnte. Sie handelte eine Weiterfinanzierung für ein paar Monate heraus und versuchte währenddessen, einen geeigneten Platz für ihn zu finden.

Just in der Corona Zeit, im Frühling 2020, musste Jupiter dann definitiv weg und dank Vrenis Initiative fanden wir trotz Reiseverbot einen Weg, ihn legal über die geschlossenen Grenzen in die Schweiz zu importieren. Zum Glück bekam Jupiter kurz darauf die Chance, dem ebenfalls älteren Blakkur von Margrit Gesellschaft in dessen kleinem Offenstall zu leisten.

Inzwischen sind die beiden gute Freunde geworden, geniessen den täglichen Weidegang, die kleine Schwemme im Auslauf, welche Margrit extra für die beiden erstellt hat, die «Gutzis» bei jedem Besuch von ihr und allgemein den Familienanschluss, den die beiden haben, da der Stall direkt neben dem Wohnhaus steht.

Wir sind froh, Jupiter trotz übervollem Stall nicht abgelehnt zu haben und freuen uns stets über die Fotos voller Lebensfreude, die wir von ihm und Blakkur erhalten.

 
Lebenshof Wendy Welt Esel Jonny

Jonny, der Stattliche

Der etwas füllige Jonny lebte viele Jahre zusammen mit Pferden bei einem inzwischen älteren und erkrankten Mann in einem Selbstversorgerstall. Aufgrund seiner Krankheit konnte er die Tiere nicht mehr selber versorgen und so sprangen seine erwachsenen Kinder ein und kümmerten sich neben Arbeit und Familie noch um die Tiere bis es einfach zu viel wurde. Sie suchten daraufhin für Jonny einen guten Platz und so landete er bei uns.

Seit August 2020 ist nun unsere Eseldame Angie nicht mehr alleine und zum Glück waren sich die beiden von Anfang an sympathisch! Gemeinsam lernen sie nun im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt die Umgebung von Hagenfirst kennen.

Zu Beginn machten sie dem Klischee «stur wie ein Esel» alle Ehre, aber dank der unermüdlichen Geduld ihrer Betreuer Marco und Bettina sind wir zuversichtlich, dass sie und die Kinder im Sommer ihre erste kleine Picknickwanderung mit ihnen machen können.

du möchtest uns helfen?

Lebenshof Wendy Welt Futterspende
Lebenshof Wendy Welt Tiere brauchen Medikamente